Mittwoch, 13. April 2011

Duft in Maßen, nicht in Massen!

In meinen Vorträgen weise ich immer wieder darauf hin, sich dem Duft langsam zu nähern. Unsere sensible Nase kann auf den plötzlichen Duftreiz oft mit einem unangenehmen Gefühl reagieren. Die intensive Konfrontation führt in erster Linie zu einer gerümpften Nase.

Daher ist es wichtig, dass wir nicht direkt an der Flasche mit den ätherischen Ölen schnuppern, wenn wir uns ihr nähern. Lieber sollten wir den Deckel im Abstand von etwa 20 cm vor unserer Nase hin und her schwenken. Noch besser ist es, einen Tropfen auf ein Löschblatt oder Stück Papier zu geben. Die geringe Konzentration der Essenz entwickelt wie ein guter Wein ihre Note. Im Zusammenspiel mit Sauerstoff verändern sich auch ihr Duft.

Bei der Wahl eines Parfüms sollte man genauso verfahren. Bevor Sie ein Parfüm kaufen, testen Sie es auf ihrer Haut (am besten auf der Arminnenseite am Handgelenk). Mit dem eigenen Körpergeruch entwickelt sich der Duft noch einmal anders. Oft hat man einen schönen Duft bei jemandem gerochen, der bei einem selber nicht mehr so gut riecht.

Tipp:
Schließen Sie die Augen und lassen Sie den Duft auf sich wirken. Nehmen Sie sich die Zeit und schnuppern sie nach einigen Minuten noch einmal. Sie werden merken, dass auch ein Duft, den wir vielleicht sonst als unangenehm empfinden, seine Wirkung auf uns verändern kann.

Wie dieser Ablauf in unserem Gehirn abläuft, wurde am Friedrich-Miescher-Institut in Basel erforscht. Hierzu habe ich einen interessanten Artikel in der Aktuellen Zeitschrift von


Oft ist weniger eben mehr!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen