Mittwoch, 1. Juni 2011

Öl des Monats "Juni 2011"

Palmarosa
(Cymbopogon martinii)

Familie:                           Poaceae (Süßgräser)

Standort:                         Den Ursprung hat das Palmarosa in Afrika. Heute wächst es von Asien über Afrika bis Südamerika wild, wird heute aber auch in Nepal, Indien und Pakistan kultiviert.

Aussehen:                       Wie der Familienname schon vermuten lässt, handelt es sich beim Palmarosa um ein Gras. Es kann bis zu 3 m lang werden. Die Blätter sind gerade und spitz. Die roten Blüten sind in Rispen angeordnet.

Destilliertes Organ:         Frisches Gras

Ertrag:                             Aus ca. 400 kg Gras wird ca. 1 Liter ätherisches Öl durch Wasserdampfdestillation gewonnen.

Anmerkung:                    Durch seinen rosenähnlichen Duft, wird das Palmarosa auch gerne für die Kosmetik- und Waschmittelindustrie eingesetzt. Anwendungseinschränkungen sind nicht bekannt.

Das Palmarosa wirkt auf das Wurzelchakra und ist dem Element Wasser zugeordnet.

Sprüche wie;
*    Ich gebe gern mein letztes Hemd...
*    Ich bin unentbehrlich....
*    Meinen Einsatz dankt mir keiner....
führen zu Palmarosa.

Die sanfte Bewegung führt den herben rosenartigen Duft in meine Nase. Er ist wie ein herzliches Geschenk, das sich mir bedingungslos mir anbietet. Er fordert nichts, wünscht sich aber insgeheim ein Dankeschön. Seine Harmonie besteht darin, anzunehmen und angenommen zu werden. Dieses anbieten kann als aufdringlich bewertet werden, ohne dass er es merkt. Der Palmarosaduft hat etwas Unstrukturiertes, dabei hat er ein Gottvertrauen in sich selbst. Er wirkt ein wenig phlegmatisch, aber nicht faul. Eine ausgleichende Zufriedenheit. Sich selbst genügend.

In der ayurvedischen Medizin hat man die Palmarosapflanze als Heilmittel bereits in frühen Zeiten gefunden. Der rosenähnliche Duft verlieh der Pflanze in Indien den Namen „Rosha Gras“. Sie gilt als Heilpflanze gegen Infektionen. In Ägypten hat man das getrocknete Gras zum Räuchern der Räume verwendet. Das ätherische Öl steigert die Lust und wirkt stimmungsaufhellend.
Mit der Parfümherstellung im 16. Jahrhundert wurde das Palmarosaöl auch als Rosenersatz verwendet. Oftmals wurde auch das Rosenöl mit Palmarosa verfälscht. Wegen seiner hautpflegenden Eigenschaft hat sich das Palmarosaöl auch in der Kosmetik bewährt.

Tipp: Für die trockene Haut können sie einige Tropfen (max. 10 Tropfen auf 100 ml) auf eine Seifengrundlage geben (unparfümiert).

Text: © 2011 Tina Böhm - Rodenberg

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