Donnerstag, 5. Januar 2012

Öl des Monats "Januar 2012"

Weihrauch
(Boswellia caterii)


Familie: Burseraceae (Balsambaumgewächse)

Standort: Der Weihrauchbaum mag besonders trockenes Tropenklima. Man findet ihn in arabischen Ländern, sowie in Indien.

Aussehen: Der Weihrauch wird auch Olibanum genannt. Er ist ein Baum der 6 bis 10 m hoch wachsen kann. Die Blätter sind unpaarig, gefiedert und an den Ästen wachsen an kurzen Stielen kleine weiße Blüten. Später bilden sich daraus Früchte, die aus einer dreieckigen Kammer bestehen die wie kleine Kapseln aussehen.

Destilliertes Organ: Für die Gewinnung der ätherischen Öle wird das Harz aus der Baumrinde verwendet.

Destillationsart: Wasserdampfdestillation

Destillationsdauer: ca. 2 ½ Std

Ertrag: Es werden ca. 20 kg Harz benötigt, um etwa 1 Liter ätherisches Öl zu gewinnen.

Anmerkung: Bei Überdosierung kann es zu Benommenheit kommen. Im Allgemeinen ist der Weihrauch aber sehr verträglich.


Aroma-Philosophie:
C
Der Weihrauch wirkt laut der tibetischen Gesundheitslehre auf das Sakral- oder Sexualchakra und ist dem Element Wasser zugeordnet.

Sprüche wie;
-        Ich gebe immer gerne und viel…
-        Ich mache mir Gedanken über die Zukunft…
-        Ich fühle mich unerotisch….
führen zum Duft des Weihrauchs.


Meine Duftgedanken:
Ein balsamischer Duft, der mir etwas Heiliges vermittelt. Als möchte er mir sagen: „Genieße und glaube an dich“. Er hat etwas Beruhigendes und ich bin mit mir im reinen. Ich fühle mich eingeladen zum Ritual. Ein meditatives Besinnen über Gott und die Welt erfasst meine Gedanken. Die Erinnerungen an das, was sein könnte und die Sorgen über die Zukunft scheinen so fern. Ich genieße dieses Gefühl und wiege mich in dem Duft.

Aromakulturelles:
In der Bibel wird bereits beschrieben, dass die Weisen aus dem Morgenland dem Christuskind  Weihrauch, Myrrhe und Gold brachten, um ihn zu huldigen. Auch heute wird in der Kirche das Räuchern von Weihrauch zu besonderen Festlichkeiten angewendet. Im alten Rom ist man mit den Räuchergefäßen dem Kaiser vorangegangen, um ihn zu ehren und den Kloakegeruch zu überduften. Im alten Ägypten hat man aus dem Harz des Weihrauchbaumes ein Balsam hergestellt und es zur Mumifizierung der Pharaonen verwendet.

In der Heilkunde und in der Parfumindustrie erfreut sich der Weihrauch heute auch wieder großer Beliebtheit. Bereits Hippokrates und Hildegard von Bingen setzten Weihrauch zur Wundreinigung, sowie bei Erkrankungen der Atemwege und bei Verdauungsproblemen ein.

Der arabische Arzt Avicenna sagte einst, dass der Weihrauch die Gedanken und den Verstand stärkt.

Tipp: Bei unangenehmen Gerüchen im Haus empfehle ich gern mit Weihrauch zu räuchern. Er lässt sich auch gut mit Myrrhe mischen. Der Weihrauch vertreibt nicht nur den Mief, sondern auch Fliegen J.



Tinas philosophisches Wortspiel:

Wo tragen mich die Gedanken hin?
Erwartet mich eine ungewisse Zukunft?
Immer gebe ich mich hin und warte
Hoffe auf eine liebevolle Erleuchtung
Ruhend sitze ich in meinem Gedanken vertieft
Angenehm kommst du auf mich zu
Umhüllst mich mit deine angenehmen Duft
Charmant und rein fließt du durch mich hindurch –
Harmonisierend und angstlösend.


© Aromapraxis Tina Böhm – Rodenberg

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen