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Öl des Monats "Februar 2011"

Salbei


(Salvia officinalis L.)

Familie: Lamiaceae (Lippenblüter)
Standort: Die Heimat des Salbei ist an der Adriaküste. Von dort aus hat er seinen Weg in die heimischen Gärten in ganz Europa gefunden. Die Hauptimportländer sind heute Bulgarien, Damatien und Frankreich.
Aussehen: Seine dicken, saftigen und samtigen weiß schimmernde Blätter sind charakteristisch für den Salbei. Diese wachsen aus dem Holzstamm zu einem bis ca. 60 cm hohen Strauch. Die Blüten leuchten wie blauviolette Lippen und wachsen an einer 2 bis 3 cm langen Blütenkrone.
Destilliertes Organ: Für die Wasserdampfdestillation wird das blühende Kraut verwendet.
Ertrag: Bei einem Ertrag von 1 kg ätherischen Öl werden ca. 100 kg Pflanzenmaterial verwendet.
Anmerkung: Schwangeren und bei Epilepsie ist vom Gebrauch abzuraten, da es je nach Herkunft abortiv und neurotoxisch wirken kann. Salbei sollte auch nicht über einen längeren Zeitraum verabreicht werden.

Der Salbei wirkt auf das Stirnchakra.

Sprüche wie;
  • Ich befinde mich im Wechselbad der Gefühle…
  • Ich fühle mich nicht mehr als Frau….
  • Er, sie, etwas hat das Fass zum überlaufen gebracht….
führen zum Salbei.

  
Wie eine „Eiserne Lady“ steht die Salbeipflanze da. Triumphierend und selbstbewusst geht sie ihren weg. Sie weiß genau was sie will. Denn die Jahre er Erfahrungen haben sie geprägt. Standhaft stellt sie sich der Berg- und Talfahrt der Gefühle. Emanzipiert reagiert sie wie eine weise alte Frau. Sie hat keine Angst vorm Altern. Denn sie sieht es als Herausforderung dem Alter zu trotzen. Ihre Intelligenz lässt emotionale Ausbrüche nicht zu. Von Männern bewundert, steht sie der Frau zur Seite und zeigt dass sie sich der Konkurrenz der jungen Mädchen nicht zu fürchten hat. Sie lodert wie ein Feuer und hält schützend ihre Hand auf die Weiblichkeit.

Sabei kommt aus dem lateinischen und bedeutet Heilen. Wegen seiner starken Heilwirkung wurde im Mittelalter vom Karl des Großes angeordnet, dass in den kaiserlichen Gärten und in Klöstern Salbei angebaut wird. Es ging auch der Aberglaube rum, dass Salbei im Garten vor den bösen Blicken des Teufels schützen sollte. Pfarrer Kneip gab Salbei-Tee zur Reinigung von Leber und Nieren. Auch Hildegard von Bingen verabreichte in Wein gekochte Salbeiblätter wenn jemand ein Überfluss an Schadsäften oder einen übelriechenden Atem hatte. Dies galt für Fehlsäfte durch Ernährungsfehlern, durch schädliche Säfte durch Hormonentgleisung und bei Infektionen. In ihrem Lehrbuch „Physika“ beschreibt sie den Salbei als regulierend der gesamten Körpersäfte. In der Gynäkologie ist man sich der Wirkung bei Wechseljahren bewusst. Auch zum Abstillen wird der Salbei eingesetzt.

  
Tipp: In der Küche lässt sich frischer Salbei wunderbar verwenden. Er passt zu Fisch, Geflüge, Lamm und Wild. Auch in den Wechseljahren mit starker Hitzewallung kann ein Salbei Tee sehr wirksam sein. Doch immer daran Denken: „Die Dosis macht das Gift.“☺

  
Text: © 2011 Tina Böhm - Rodenberg

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